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Warnschussdiskussion

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(tr) Die gegenwärtig geführte „Warnschussdiskussion" im Zusammenhang mit gewalttätigen strafbaren Handlungen Jugendlicher mit Migrationshintergrund in München und Frankfurt, ist nach Auffassung des Herborner Vorsitzenden der Jungen Liberalen (JuLi), Tassilo Richter, nur ein „herumdoktern" an den Symptomen. Nach Auffassung des Herborner Jungliberalen und stv. Ortsvorsitzenden der FDP muss vielmehr Ursachenforschung für die statistisch auffällig hohe Beteiligung Jugendlicher aus Zuwandererfamilien geleistet werden. Richter: „Jetzt soll sanktioniert werden, dabei sind doch die Auffälligkeiten nur die traurigen Ergebnisse misslungener Integration. Der Staat hat in der Vergangenheit seine Erwartungen an die Zuwandererfamilien nicht klar genug formuliert." Jetzt sei es an der Zeit, veränderte Rahmenbedingungen in der Zuwanderungspolitik zu setzen.

Auch Ahmed Zahreddin Vorsitzender des Herborner Jugendforum, sieht viele Migrantenfamilien nur unzureichend auf die bundesdeutsche Wirklichkeit vorbereitet. „Zuwanderern müsse verdeutlicht werden, dass Deutschland sich zunehmend von einer Industriegesellschaft zur Informations- und Wissensgesellschaft hin verändere. Qualifizierte Bildung und Ausbildung seien Grundlage für die Zukunftschancen junger Menschen." Eltern in Deutschland, gleich welcher Herkunft, haben nach Auffassung der JuLi die Pflicht, für die Zukunft ihrer Kinder umfassend Vorsorge zu treffen. Dazu gehört für die Jungen Liberalen unerlässlich auch die Pflicht, den altersgemäßen Umgang mit der deutschen Sprache bereits im Vorschulalter sicher zu stellen. Damit sei ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Bildung und Ausbildung getan. Es müsse mit Nachdruck deutlich gemacht werden, dass Teamfähigkeit und die Fähigkeit zum Konsens Schlüsselbegriffe in diesem Prozess seien.

„Wir müssen in stärkerem Maße unsere Erwartungen an die Zuwanderer in unser Land formulieren und mehr Integrationsbereitschaft einfordern. Wenn wir dafür Gehör bei den Betroffenen finden, dann gibt es auch eine Chance auf ein Ende der Diskussionen über Warnschussarrest und ähnliche Sanktionen, die nur für verkorkste Lebensläufe junger Menschen sorgen. Das muss nicht sein," so Richter abschließend.